Bauchatmung (Zwerchfellatmung): So geht es
Bauchatmung - auch Zwerchfellatmung, abdominale Atmung oder "Atmen in den Bauch" genannt - bedeutet, tief unten und langsam zu atmen, sodass sich der Bauch stärker hebt als die Brust. Für die Bauchatmung lege eine Hand auf deinen Bauch, atme sanft durch die Nase ein, sodass die Hand sich hebt, und lass eine entspannte, etwas längere Ausatmung sie wieder senken.
Statt um ein getaktetes Muster geht es hier darum, wohin sich der Atem bewegt. Es ist eine sanfte Grundlage, die du in jede der getakteten Techniken einbringen kannst.
Das Muster
| Phase | Seconds |
|---|---|
| Inhale | 4s |
| Exhale | 6s |
Es gibt keine starre Zählung. Verbinde einen tiefen Bauchatem mit einer sanft längeren Ausatmung, zum Beispiel 4 ein und 6 aus.
So geht es
- Lege eine Hand auf deinen BauchBequem sitzend oder liegend.
- Atme tief und langsam einLass den Bauch sich unter deiner Hand mehr heben als den Brustkorb.
- Atme sanft und etwas länger ausSpüre den Bauch fallen. Halte es entspannt.
Ist Bauchatmung dasselbe wie Zwerchfellatmung?
Ja. Bauchatmung, Zwerchfellatmung, abdominale Atmung und "Atmen in den Bauch" sind verschiedene Namen für dasselbe. Der Atem wird vom Zwerchfell angetrieben - dem kuppelförmigen Muskel unter der Lunge. Wenn es sich zusammenzieht und abflacht, drückt es sanft auf den Bauchraum, sodass sich der Bauch nach außen wölbt. Die Luft gelangt weiterhin in deine Lunge, nicht in deinen Magen; der sich hebende Bauch ist nur das sichtbare Zeichen dafür, dass das Zwerchfell die Arbeit leistet.
Brustatmung vs. Bauchatmung
Die Brustatmung (oder obere Brustkorbatmung) hebt Rippen und Schultern und ist tendenziell flacher und schneller - das Muster, in das viele Menschen verfallen, wenn sie gestresst oder am Schreibtisch zusammengesunken sind. Die Bauchatmung sitzt tiefer, bewegt mit weniger Anstrengung mehr Luft pro Atemzug und passt ganz natürlich zu einem langsamen, entspannten Tempo. Keine von beiden ist "falsch" - die Brust bewegt sich immer ein wenig - aber wenn deine Schultern das meiste Heben übernehmen, fühlt es sich meist ruhiger an, den Atem nach unten zu verlagern.
Ein einfacher Test: Lege eine Hand auf die Brust und eine auf den Bauch. Die Hand, die sich mehr bewegt, zeigt dir, wo du gerade atmest.
Häufige Anwendungen
- Eine Grundlage für andere Atemtechniken.
- Entspannung und Herunterkommen.
- Lernen, weniger in den oberen Brustkorb zu atmen.
Wie lange und wie oft?
Fünf bis zehn Minuten ein- bis zweimal täglich reichen völlig, um die Gewohnheit aufzubauen - und selbst ein, zwei Minuten helfen im Moment. Viele beginnen im Liegen, wo der tiefe Atem am leichtesten kommt, und nehmen ihn dann mit ins Sitzen, Gehen und in stressige Momente.
Beständigkeit zählt mehr als Dauer: Eine kurze tägliche Praxis bringt dem Körper bei, von selbst nach dem tieferen Atem zu greifen. Nach einigen Wochen bemerken die meisten, dass ihre Alltagsatmung tiefer sitzt und die Schultern weniger mitarbeiten.
Häufige Fehler
- Den Bauch herausdrücken. Er soll sich von selbst heben, durch den tiefen Atem - die Muskeln nach außen zu pressen erzeugt Spannung, statt sie zu lösen.
- Zu viel Luft holen. Zwerchfellatmung ist tief, nicht groß. Halte die Einatmung leise und bequem.
- Die Schultern krampfhaft stillhalten. Lass sie einfach locker.
- Sofortige Natürlichkeit erwarten. Nach Jahren der Brustatmung kann sich der tiefere Atem anfangs seltsam anfühlen - das ist normal.
Was die Evidenz nahelegt
Sicherheit
Eine sanfte Technik für die meisten Menschen. Wenn sich das Atmen "in den Bauch" anstrengend anfühlt, lass es subtil sein statt übertrieben.
Einsteigerversion
Leg dich mit einer Hand auf dem Bauch hin und bemerke einfach, wie er sich hebt und senkt - zunächst ist kein Zählen nötig.
Wie BreathMate es umsetzt
BreathMates langsame Sessions fördern ganz natürlich eine tiefe Zwerchfellatmung, wobei die Membran eine leichte, längere Ausatmung taktet.
Quellen
- The physiological effects of slow breathing in the healthy human - Russo MA, Santarelli DM, O'Rourke D, Breathe (European Respiratory Society) (2017). doi:10.1183/20734735.009817
- How Breath-Control Can Change Your Life: A Systematic Review of Psycho-Physiological Correlates of Slow Breathing - Zaccaro A, et al., Frontiers in Human Neuroscience (2018). doi:10.3389/fnhum.2018.00353
Dies sind allgemeine Wohlbefinden-Informationen unseres Redaktionsteams, keine medizinische Beratung.